Irrer hätte die Saison nicht starten können für unseren DWH! Mit toller Moral konnte man gegen einen bockstarken SVS nach zwei Rückständen noch einen Zähler am Triftweg behalten. Los ging es früh mit dem 1:0 durch Falk Seide, der eine Vorlage von Engelage nur noch über die Linie schieben musste. Der Torschützenkönig der letzten Saison hätte nach Zucker-Zuspiel von Tobias Weiland auf 2:0 stellen können, doch scheiterte er an SVS-Keeper Hackbart. Auch Steve Neuendorf ließ nach einem Pfostenschuss den zweiten DWH-Treffer liegen. Das rächte sich! In einer Phase, wo beide Trainerbänke sich teilweise unterirdisch benahmen und auch Schiedsrichter Norbert Koch einige zweifelhafte Entscheidungen traf, ließ man sich auf viele Verbalduelle ein. Dieser Blödsinn färbte auf die Leistung ab und so zimmerte Edgar Farin die Pille sehenswert per Fernschuss in den Knick. Kuriose Nummer danach. Ähnlich versuchte es Farin danach erneut, doch diesmal kratze Kevin Bartsch den Ball aus dem Knick. Das 1:2 fiel trotzdem, weil man Lindinger die Kugel ohne Gegnerdruck flanken ließ und der starke Artur Schüle den Fuß in den Ball hielt. Nach der Pause und dem frühen 1:3 durch Nick Pasewald, schien es nach einem Fehlstart auszusehen. Die Mannschaft zeigte aber Moral und konnte binnen zwei Minuten auf 3:3 stellen. Erik Schröder bediente beim Anschlusstor öffnend Kevin Lemke, der vereinsamt ins lange Eck schob und beim Ausgleich ließ Erik Schröder zwei Verteidiger mit einem Wackler ins Leere laufen, steuerte auf das Tor zu und blieb cool. Der Triftweg bebte und nun drohte er wenig später vor Überschwang zu explodieren. Kevin Lemke lief klar nach Freistoß von Toni Mruck von hinten herein und köpfte das vermeintliche Führungstor. Kalrheinz Wendt hob aber die Fahne und ließ ganz „Dotsch“ vor Wut ausflippen. Wie es dann so kommt, waren es dann die Siethener mit dem 4:3 per Kopf auf der anderen Seite durch Lennox Harms. Als Steffen Krumpfe aber später im Duell mit Engelage die Hand im Strafraum zur Hilfe nahm, gab es zurecht Strafstoß. Dominik Engelage, selten schwach vom Punkt, verwandelte sicher zum 4:4. In den letzten zehn Minuten war dann eher Hektik der große Antreiber und die ganz großen Chancen blieben aus. So trennen sich beide Mannschaft absolut gerecht, in einem irren Fußballspiel, mit einem wahnsinnigen 4:4.

Man merkt, dass einige Abläufe noch zünden müssen, doch die Moral und Einstellung der Mannschaft ist überragend. Diese Eindrücke nehmen wir mit nach Zernsdorf, wo wir nächste Woche das erste Auswärtsspiel der Saison bestreiten werden.