Unser Nachholer gegen die SG Wacker ging durch eine eklatante Schwäche bei gegnerischen Standardsituationen verloren. Vor fast 160 Zuschauern und 30 Grad entwickelte sich nach der Schweigeminute für Wackers Ikone und Ehrenpräsident Jens Haßka eine behäbige Partie, wo die Motzener die ersten beiden Abschlüsse weit über die Kiste droschen. Unsere Versuche waren da etwas zielführender. Dominik Engelage scheiterte im Eins gegen Eins an Martin Bergemann und der Motzener Keeper hielt dann auch super, als sich Nico Schröder das Leder am grätschenden Kulikowski vorbei legte und abzog. Wir waren nun in einer richtig guten Phase und konnten nach einer Kopfballverlängerung von Neuendorf auf Erik Schröder in Führung gehen. Der legte nämlich für Engelage ab, der das Leder am Keeper der Gäste vorbeibringen konnte – 1:0. Dann sollte es die Szene geben, die eventuell den Ausgang dieser Partie bestimmen sollte. Als Dominik Engelage sich auf der linken Seite durchsetzte und die Pille klug auf den langen Pfosten spielte, tauchte Falk Seide auf und der scheiterte zuerst an Bergemann und der Abpraller von Seides Körper klatschte an die Latte. Es hätte so durchaus 2:0 oder 3:0 für uns stehen können, doch im Gegenzug quasi, köpfte Niclas Melchior nach Eckball am langen Pfosten zum Ausgleich ein. Auch die nächste Ecke sollte Gefahr bringen. Wir vergessen den zweiten Ball zu verteidigen, wo Luca Schulz die Pille per Dropkick zum 1:2 in den Knick jagen sollte. Auch nach der Pause war spürbar, dass der Motzener Doppelschlag uns traf. Wir kamen nicht rein und wenn Umschaltaktionen fast möglichen Erfolg brachten, bekamen die Gäste es im letzten Drittel gut verteidigt. Dank unserer Mauer, die löchriger als ein Schweizer Käse war, traf Melchior per Freistoß zum 1:3. Nun waren wir völlig aus dem Raster, Wacker konnte nun reibungslos ihren Stiefel herunterspielen und das nutzte erneut Luca Schulz, der einen Freistoß von Michael Velte zum 1:4 einnickte. Nun wo das Ding durch war, fingen wir uns wieder und konnten über Nico Schröder toll Louis Harm in Szene setzen, der zwei Verteidiger mit einer guten Bewegung stehen ließ und zum 2:4-Endstand einschoss.

Heute war mehr drin gegen Wacker, die nicht die Sterne vom Himmel spielten, aber wenn du die Tore nicht machst und so kopflos bei ruhenden Bällen verteidigst, fliegt dir das gegen einen solchen guten Gegner um die Ohren. Nun wollen wir den letzten Punkt in Zernsdorf am kommenden Sonntag für den endgültigen Klassenerhalt holen.