Was sich heute in Gussow ereignete, kann man eigentlich nicht erklären und irgendwie muss man sich immer noch etwas kneifen, ob das alles so passiert ist! Fußball-Furioso war das wohl, denn man fegte wie ein Sturm über die Abwehr des HSV hinweg. Zunächst musste Kevin Bartsch eine Monsterparade gegen den Volleyschuss von Jan Gedicke hinlegen, bevor Falk Seide eine Flanke von Steve Neuendorf per Flugkopfball in die Masche drückte. Als Paul Ludwig auf der rechten Seite durchbrach und die Kugel in die Mitte legte, profitierte man davon, dass Max Corte ausrutschte und so Engelage zum 2:0 einschießen konnte. Über Ludwig landete ein paar Minuten später das Leder wieder beim vereinsamten Dominik Engelage, der zum 3:0 für uns einschob. Aus Abseitsposition scheinbar wurde Paul Ludwig beim 4:0 für uns auf die Reise geschickt, scheiterte erst am herausstürmenden Fraundorf, da Ludwig aber schneller war, konnte er den Ball dennoch ins leere Tor schieben. Vor der Pause wurde eine Flanke von Nico Schröder abgefälscht und Engelage ahnte den luftleeren kleinen Raum, hielt den Stiefel hin und der Ball rollte ins Eck. Nach dem Seitenwechsel konnte David Ringhandt fix verkürzen, doch als Paul Ludwig im nächsten Angriff einen Freistoß schnell ausführte und Louis Harm ins Spiel brachte, zog der bockstarke Erik Schröder direkt ab und Dominik Engelage staubte zum 1:6 ab. Unser Goalgetter war richtig on fire, aber hatte er auch glänzend aufgelegte Mitspieler wie Steve Neuendorf, der ihn mit einem Außenristball bediente. Keeper Fraundorf merkte beim aus dem Kasten laufen: „Mist, der Angreifer ist schneller“. So lupfte Dominik Engelage den Ball über den HSV-Keeper hinweg zum 1:7. Nachdem Engelage auch per Abstauber das 1:8 markierte, war es endlich soweit! Felix Puls wurde nach 497 Tagen Verletzungspause ins Spiel gebracht und hätte beinahe diese Geschichte mit einem Treffer veredelt. In der Endphase gelang erneut Ringhandt das zweite Heideseer Tor und nun hatten die Hausherren auch noch zwei gute Chancen. Wenn Bartsch aber geschlagen war, half der Pfosten oder Manuel Pohl auf der Linie. In der Schlussminute muss beim HSV Ramses Mbongnou wegen Nachtretens und zeitgleichen Schlages in die Magengrube Neuendorfs noch mit Rot vom Platz. Die Auslegung der Unparteiischen in dieser Situation war dagegen völlig unverständlich. Aber „So what!!!“
Was war das für ein Spiel unserer Mannschaft. Eines der besten, der letzten 10 Jahre definitiv. Diese Truppe wächst so brutal zusammen und spielt so wunderbaren Fußball. Jetzt nicht nachlassen und nächsten Sonntag gegen den SV Waßmannsdorf eine neue Aufgabe meistern.
